Gin Tonic aus dem Wasserglas? Funktioniert, aber schmeckt nur halb so gut. Das richtige Glas sorgt dafür, dass Aromen da ankommen, wo sie hingehören: in der Nase. Es hält den Drink länger kalt und lässt Kohlensäure langsamer entweichen. Hier ist unser Überblick über die wichtigsten Glasformen und wofür du sie einsetzt.
Warum die Glasform den Geschmack verändert
Drei Dinge machen den Unterschied:
- Die Öffnung: Je enger das Glas oben zuläuft, desto stärker bündeln sich die Aromen. Deshalb werden Whisky und Cognac aus tulpenförmigen Gläsern verkostet.
- Der Stiel: Wer das Glas am Stiel hält, wärmt den Drink nicht mit der Hand an. Wichtig bei Wein, Sekt und Cocktails ohne Eis.
- Volumen und Wandstärke: Ein schweres Glas mit dickem Boden hält Eis länger und liegt gut in der Hand. Ein schlankes, hohes Glas hält die Kohlensäure länger im Drink.
Das Longdrinkglas: für Gin Tonic, Cuba Libre & Co.
Hoch, schlank, gerade Wände: Das Longdrinkglas ist der Allrounder jeder Hausbar. Viel Platz für Eis und Filler, und durch die kleine Oberfläche bleibt das Tonic länger spritzig. Ideal für alle Drinks nach dem Schema „Spirituose plus Filler“: Gin Tonic, Vodka Lemon, Whisky Cola oder Moscow Mule.
Der Tumbler: für Whisky auf Eis und kurze Drinks
Der Tumbler ist niedrig, breit und hat einen schweren Boden. Er ist das Glas für Whisky on the rocks und für Klassiker wie Old Fashioned oder Negroni, die direkt im Glas auf Eis gerührt werden. Tipp: Ein großer Eiswürfel schmilzt langsamer als viele kleine und verwässert den Drink weniger.
Das Nosing-Glas: für Whisky, Rum und Cognac pur
Bauchig unten, eng oben: Ein Nosing-Glas fängt die Aromen ein und lenkt sie direkt zur Nase. Wer hochwertige Spirituosen pur und ohne Eis genießt, schmeckt hier deutlich mehr als im Tumbler. Passende Varianten findest du auch bei den Whisky-Gläsern.
Das Weinglas als Spritz-Glas
Aperol Spritz, Lillet Wild Berry oder Hugo werden in einem großen, bauchigen Weinglas serviert. Darin ist Platz für viel Eis, Orangen- oder Gurkenscheibe, und die Aromen kommen trotzdem zur Geltung. Viele Marken haben dafür eigene Originalgläser, zum Beispiel unsere Aperol-Gläser. Weitere Formen findest du bei den Spritz-Gläsern.
Cocktailschale und Martiniglas: für Drinks ohne Eis
Daiquiri, Martini oder Espresso Martini werden im Shaker oder Rührglas auf Eis gekühlt und dann ohne Eis abgeseiht. Dafür brauchst du ein Glas mit Stiel, damit der Drink kalt bleibt. Die runde Cocktailschale ist der elegante Klassiker, das kantige Martiniglas die bekannte Bar-Ikone.
Sektflöte oder Tulpe: für Sekt und Champagner
In der schmalen Flöte steigen die Perlen besonders schön auf und die Kohlensäure hält lange. Wer mehr vom Aroma eines guten Champagners mitbekommen möchte, greift zum etwas bauchigeren Tulpenglas. Beide Formen findest du bei den Sektgläsern und Champagnergläsern.
Shotglas und Stamperl
Für Kurze gilt: klein, robust und am besten mit Eichstrich, damit jede Runde gleich groß ausfällt. Eine große Auswahl gibt es bei den Schnaps- und Shotgläsern.
Und das Bier?
Auch beim Bier lohnt das passende Glas: Pils mag die schlanke Tulpe, Weizen das hohe, geschwungene Weizenglas, Kölsch die schmale Stange. Alle Formen findest du bei den Biergläsern.
Kurz gemerkt
- Spirituose plus Filler: Longdrinkglas
- Kurz und auf Eis: Tumbler
- Pur verkosten: Nosing-Glas
- Spritz und Aperitif: großes Weinglas
- Geshakt oder gerührt ohne Eis: Cocktailschale oder Martiniglas
- Sekt und Champagner: Flöte oder Tulpe
Pflegetipp zum Schluss: Gläser mit Markenlogo oder Aufdruck spülst du am besten von Hand. So bleibt das Motiv viele Jahre schön.






Hinterlasse einen Kommentar
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.